Europaparlament in Strasbourg

Ein crosspost eines Artikels von Konstanze Kriese vom Denk- und Schreibprojekt 2026.

Kulturpolitik ist das Letzte, was die europäische Politik bewegt. Einerseits streuen Festivals keinen Glitzer des Vergessens über eine nicht enden wollende Eurokrise. Andererseits verstören Filmpreise im besten Falle irgendjemanden, der daraus eine flüchtige mediale Botschaft zu produzieren weiß. Im besten aller Fälle legen Kulturproduktionen den Finger in die Wunden eines geschichtsvergessenen Europas – tiefgründig und unterhaltend.

Selbst wenn eine deutsche Kanzlerin mit einem saloppen „Wir schaffen das!“ in Kauf nimmt, den Humanismus wach zu küssen, galt dies offenbar nur der verzweifelten Suche nach einem Partner zur Auflösung des Problemstaus europäischer Flüchtlingspolitik. Die große Wertedebatte blieb in Sonntagsreden konserviert. Das Diplomatenscheckheft ersetzte wie eh und je die verweigerte demokratische Debatte über Europas Zukunft. Offene Grenzen für Menschen in Not wichen Zäunen, Passkontrollen, Gummigeschossen, Notversorgung und scharfer Munition.

Wer die Gegenwart Europas im griechischen Idomeni an der mazedonischen Grenze gesehen hat, tut sich schwer mit lockeren Zukunftsszenarien und fiktiver Sachliteratur. Doch, so ist die Autorin überzeugt, ernsthafte Debatten bedürfen solcher Gedankenarbeit. Kopfloses Handeln gibt es genug.

In drei Szenarien folgen knappe Skizzen über Europas Zukunft…

Der vollständige Text ist hier nachlesbar.